Solarenergie
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Freiflächen-Photovoltaik: Solarparks für einen klimaneutralen Kreis
Der Kreis Steinfurt will bis 2040 klimaneutral sein. Dächer allein reichen dafür nicht aus – ein Teil des Solarstroms muss von Freiflächen kommen. Solarparks liefern den günstigsten Strom, der sich heute erzeugen lässt. Auf dieser Seite finden Kommunen, Flächeneigentümer und Bürgerinnen und Bürger die wichtigsten Informationen und weiterführende Links.
Warum wir Solarparks brauchen
- Stromgestehungskosten neuer Solarparks sind mit 4 – 7 ct/kWh günstiger als jede andere Erzeugungsart
- rund 1 % der landwirtschaftlichen Fläche würde bundesweit für die Solarziele ausreichen
- zur Erreichung der Klimaneutralität des Kreises Steinfurt bis 2040
In NRW ist die installierte Leistung aus Freiflächen-PV in den vergangenen zwei Jahren um rund 60 Prozent gewachsen. Der Kreis Steinfurt gehört mit seinen Bürgerwindparks zu den Vorreitern der Energiewende – bei Solarparks holen wir auf.
Wo Solarparks entstehen dürfen
- Privilegiert ohne Bebauungsplan: Streifen von 200 Metern entlang von Autobahnen und mehrgleisigen Bahnstrecken
- Mit Bauleitplanung: Alle anderen Flächen – die Kommune entscheidet vorrangig über das Einleiten eine B-Planverfahrens
- Kriterien im Kreis Steinfurt: Vorrang für vorbelastete und ertragsschwache Flächen, Abstand zu Wohnbebauung, Einbindung ins Landschaftsbild, ggf. Bürgerbeteiligung
So profitiert die Region
- Kommunale Beteiligung: Betreiber können der Standortgemeinde 0,2 Cent je Kilowattstunde zahlen (§ 6 EEG) – bei einem 10-MW-Park rund 20.000 Euro im Jahr
- Bürgerbeteiligung: Über die Energieland Kreis Steinfurt Bürgerenergiegenossenschaft (EKSBEG) oder Projektgesellschaften vor Ort; unsere Leitlinien Bürgerenergie zeigen, wie faire Beteiligung aussieht
- Pacht für Landwirte: Verlässliche Einnahmen über 20–30 Jahre, mit Agri-PV auch weiter bewirtschaftbar
Unterstützung für Kommunen und Flächeneigentümer
- Koordinierungsstelle Freiflächen-PV NRW bei NRW.Energy4Climate: kostenlose Begleitung von Kommunen und Projektierern (bis Ende 2028)
- Servicestelle Sonne des Kreises: Erstberatung, Vermittlung, Moderation von Bürgerdialogen
- Leitfaden Freiflächen-PV NRW und Musterkriterien
Um den kreisangehörigen Kommunen eine Planungs- und Entscheidungshilfe für Freiflächen-PV anzubieten, die sowohl die gesetzlichen Rahmenbedingungen als auch technische-, umweltschutz- und agrarrelevante Aspekte aufgreift, haben der Kreis Steinfurt und der energieland2050 e. V. einen Leitfaden erarbeiten lassen, dessen Ergebnisse Sie bei den Kommunalverwaltungen vor Ort anfragen können.
Häufige Fragen:
Bundesweit würde etwa ein Prozent der Agrarfläche reichen; mit Agri-PV bleibt die Fläche nutzbar. → „Fakten zu Fläche und Natur“
Extensiv gepflegte Solarparks sind oft artenreicher als der Acker davor – wenn Zäune durchlässig und Flächen blühend gestaltet werden.
Moderne Module sind entspiegelt; Blendgutachten sind Teil der Genehmigung.
Der Rückbau ist vertraglich gesichert; Module werden zu über 90 Prozent recycelt.
Ja – über Genossenschaftsanteile oder Nachrangdarlehen, je nach Projekt.
Ansprechperson:
Jens Leopold
Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit
Kreis Steinfurt
Tel: 02551/69-2122
Mail: jens.leopold@kreis-steinfurt.de