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Solarparks und Natur: Fakten statt Mythen

Um Solarparks gibt es viele Sorgen – um Ackerland, Tiere, Landschaft und Recycling. Die meisten lassen sich mit Daten beantworten. Hier die häufigsten Behauptungen und was Umweltbundesamt, Fraunhofer ISE und Naturschutzverbände dazu sagen.

Behauptung – Fakt

„Solarparks fressen unsere Landwirtschaft.“ Für die bundesweiten Solarziele würde etwa 1 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche reichen; für Energiepflanzen werden heute rund 14 Prozent genutzt – mit einem Bruchteil der Energieausbeute je Hektar.

„Unter den Modulen wächst nichts mehr.“ Zwischen und unter aufgeständerten Modulen entsteht extensives Grünland. Studien zeigen mehr Insekten- und Vogelarten als auf intensiv genutzten Äckern.

„Die Anlagen versiegeln den Boden.“ Weniger als 5 Prozent der Fläche werden versiegelt (Fundamente, Wege, Trafostation). Nach dem Rückbau ist die Fläche wieder Acker oder Grünland.

„Solarmodule sind Sondermüll.“ Module bestehen überwiegend aus Glas, Aluminium und Silizium; Rücknahme und Recycling sind gesetzlich vorgeschrieben (ElektroG), Recyclingquoten über 90 Prozent.

„Die Herstellung verbraucht mehr Energie, als die Anlage liefert.“ Eine Anlage erzeugt die Energie für ihre Herstellung in rund 1 bis 1,5 Jahren zurück – bei 30 Jahren Betrieb.

„Solarparks zerstören das Landschaftsbild.“ Anlagen sind maximal rund 3–4 Meter hoch und lassen sich mit Hecken einbinden; Blendgutachten sind Genehmigungsvoraussetzung.

So wird ein Solarpark naturverträglich

  • Durchlässige Zäune für Kleintiere, keine Bodenplatten
  • Blühmischungen, extensive Mahd oder Schafbeweidung
  • Hecken und Säume am Rand, Abstand zu Gewässern
  • Vorrang für vorbelastete, ertragsschwache Flächen
  • Rückbauverpflichtung und -sicherheit im Vertrag

Was die Menschen denken

Nach der jährlichen Akzeptanzumfrage der Agentur für Erneuerbare Energien halten rund 80 Prozent der Befragten den Ausbau der Erneuerbaren für wichtig; Solarparks in der eigenen Nachbarschaft finden knapp 60 Prozent gut – deutlich mehr, wenn die Kommune beteiligt ist.

Ansprechperson:

Jens Leopold

Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit
Kreis Steinfurt

Tel: 02551/69-2122
Mail: jens.leopold@kreis-steinfurt.de