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Was kostet eine Photovoltaikanlage – und was bringt sie?

Die Preise für Photovoltaikanlagen sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, die Strompreise nicht. Deshalb rechnet sich eine Anlage auf dem eigenen Dach heute in den meisten Fällen – entscheidend ist, wie viel Sie selbst verbrauchen. Hier finden Sie Richtwerte, Tipps zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und neutrale Rechner.

Was kostet eine Anlage? (Richtwerte 2026, inkl. Montage, ohne Mehrwertsteuer dank Nullsteuersatz)

  • je kWp Anlagenleistung ca. 1.100 – 1.400 €
  • je kWh Speicherkapazität ca. 400 – 500€

Wieviel Ertrag liefert die Anlage?

Im Kreis Steinfurt erzeugt eine gut ausgerichtete Anlage rund 900 bis 1.000 Kilowattstunden je kWp und Jahr; Ost-West-Dächer etwa 10 bis 15 Prozent weniger, dafür gleichmäßiger über den Tag verteilt. Eine 10-kWp-Anlage liefert also rund 9.500 kWh – mehr als das Doppelte des durchschnittlichen Verbrauchs eines Vier-Personen-Haushalts.

Die fünf Hebel für die Wirtschaftlichkeit

  1. Eigenverbrauch erhöhen: Waschen, Spülen, Laden in die Mittagszeit legen; Speicher; Wärmepumpe; E-Auto
  2. Dach voll belegen: Kosten je kWp sinken, Winterertrag steigt
  3. Angebote vergleichen: Preisunterschiede von bis zu 30 Prozent sind üblich
  4. Nullsteuersatz und Steuerfreiheit nutzen: kein Papierkram, keine Umsatzsteuer
  5. Inbetriebnahme 2026 sichern: 20 Jahre feste Vergütung nach heutigem Recht → „EEG 2027“

Angebote vergleichen: Das gehört in ein gutes Angebot

  • Modultyp, Leistung (kWp) und Hersteller; Wechselrichter mit Leistung und Garantie
  • Montagesystem, Gerüst, Elektroarbeiten, Zählerschrankumbau – alles enthalten?
  • Anmeldung beim Netzbetreiber inklusive?
  • Ertragsprognose mit Standortdaten, nicht nur Pauschale
  • Garantien: Produkt (Module 12–25 Jahre), Leistung (25–30 Jahre), Wechselrichter (5–10 Jahre)
  • Fester Termin und Zahlungsplan (keine hohe Vorkasse)

Neutrale Rechner

Häufige Fragen:

Lohnt sich Photovoltaik auch auf einem Norddach?

Bei bis zu 30 Grad Neigung ja, mit rund 60–70 Prozent des Südertrags.

Kaufen oder mieten?

Mietmodelle sind zwar bequem, aber über 20 Jahre meist deutlich teurer als der Kauf – Vertrag von der Verbraucherzentrale prüfen lassen.

Was kostet die Wartung?

Wenig: Wechselrichtertausch nach ca. 15 Jahren (1.000–2.000 €), Versicherung über die Wohngebäudeversicherung.

Ansprechperson:

Jens Leopold

Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit
Kreis Steinfurt

Tel: 02551/69-2122
Mail: jens.leopold@kreis-steinfurt.de