Solarenergie
Elektroauto mit Solarstrom laden
Ein Elektroauto braucht für 15.000 Kilometer im Jahr rund 2.500 bis 3.000 Kilowattstunden Strom – so viel wie ein ganzer Haushalt. Kommt dieser Strom vom eigenen Dach, kostet der Kilometer nur wenige Cent. Voraussetzung: Die Anlage ist groß genug und die Wallbox lädt, wenn die Sonne scheint.
Was eine PV-Anlage fürs E-Auto leistet
Eine 10-kWp-Anlage im Münsterland erzeugt etwa 9.500 bis 10.000 Kilowattstunden im Jahr. Davon lässt sich – je nachdem, wie oft das Auto tagsüber zu Hause steht – ein Drittel bis die Hälfte fürs Laden nutzen. Wer im Homeoffice arbeitet oder am Wochenende lädt, holt am meisten heraus. Das Solarkataster Kreis Steinfurt kann Ihr Elektroauto bei der richtigen Auslegung gleich mit berücksichtigen.
Die richtige Wallbox
- PV-Überschussladen: Die Wallbox lädt nur mit dem Strom, der gerade übrig ist – dafür braucht sie eine Verbindung zum Wechselrichter oder Energiemanager.
- Steuerbar nach § 14a EnWG: Wallboxen ab 4,2 kW müssen vom Netzbetreiber dimmbar sein; dafür zahlen Sie reduzierte Netzentgelte.
- 11 kW genügen: Mehr Ladeleistung bringt zu Hause selten Vorteile, muss aber beim Netzbetreiber genehmigt werden.
Ausblick: das Auto als Speicher fürs Haus
Bidirektionales Laden erlaubt es, Strom aus der Fahrzeugbatterie ins Haus (V2H) oder ins Netz (V2G) zurückzuspeisen. Erste Fahrzeuge und Wallboxen sind verfügbar, die rechtlichen Regeln werden gerade geschaffen. Wer heute plant, sollte eine dafür geeignete Wallbox und einen Energiemanager vorsehen.
Häufige Fragen:
Für die Deckung der Stromverbräuche im Haus ja, weil das Auto tagsüber häufig unterwegs ist. Der Heimspeicher speichert die Überschüsse des Tages und sorgt für eine Versorgung des Hauses sobald keine Sonne mehr scheint. Den Speicher nur für das Elektroauto anzuschaffen oder deutlich größer auszulegen lohnt sich hingegen nicht, da das Elektroauto idealerweise zu Zeiten von Solarstromertrag geladen werden soll. Außerdem ist der Speicher eines Elektroautos um ein Vielfaches größer als der des Heimspeichers. → „Stromspeicher“
Ja, beim Netzbetreiber – bis 11 kW genügt eine Anmeldung, darüber hinaus ist eine Genehmigung nötig.
Aktuell gibt es kein Bundesförderprogramm für private Wallboxen.
Ansprechperson:
Jens Leopold
Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit
Kreis Steinfurt
Tel: 02551/69-2122
Mail: jens.leopold@kreis-steinfurt.de